|
83163
|
|
|
 |
|
|
|
Geschichtliches, das alte Kassel: Landgrafenschloss
|
Das landgräfliche Schloss
Anstelle einer fast 200 Jahre alten Burg lässt Landgraf Ludwig II. 1466 einen
neuen Schlossbau errichten "mit einem gewaltigen steinern Fuß, hölzern
Stockwerk, hübschen Spitzen und Zinnen".
Um 1500 wird das Schloss zur Fulda hin um den Rothensteinflügel erweitert.
In der Nacht von Sonnabend auf Sonntag, den 24.11.1811, schlugen plötzlich
Flammen aus dem Schloss.
Napoleons Bruder, Jérôme, residierte zu dieser Zeit als König von Westfalen im
Landgrafenschloss. Jérômes Hofbaumeister, der Ingenieur Grandjean de Montigny,
hatte im Schloss eine Art Zentralheizung einbauen lassen, kupferne Röhren waren
unter dem Fussboden verlegt worden. Man hatte in dieser Nacht so eingeheizt,
dass die Heizröhren glühten. Diese setzten die Holzböden in Brand, zuerst im an
der Fulda gelegenen Schlossflügel.

Das landgräfliche Schloss
Die Temperatur lag bei minus 20 Grad, so dass sich die Löscharbeiten sehr
schwierig gestalteten, da die Spritzen einfroren. Am Morgen war ein Drittel des
Schlosses total zerstört. Weder unter Jérôme noch unter den hessischen
Kurfürsten gelang der Wiederaufbau. 1816 ließ Kurfürst Wilhelm I. die Trümmer
beseitigen, um einen gewaltigen Neubauplan verwirklichen zu lassen - die
Chattenburg. Die Arbeiten blieben jedoch in den Anfängen stecken.
|
|
|
|
|